Mittwoch, 25. März 2015

1.Tag | Flug nach Costa Rica


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Alle Sachen sind nun gepackt - die 20kg Freigepäck konnte ich einhalten, ich sitze im Zug nach Frankfurt, die Gedanken an die angekündigten Highlights verstärken die Vorfreude. Und dennoch, ein mulmiges Gefühl kommt auf: Wie werden wohl diesmal die Mitreisenden sein? Werden sich interessante Bekanntschaften und Gespräche ergeben? Wer wird wohl mein Zimmerpartner sein? Werde ich die nächsten zwei Wochen nicht schlafen können, weil er schnarcht?


Natürlich lebt solch eine Reise von der eigenen Reiselust und vom Programm, aber die richtige Gruppe trägt entscheidend zum Erlebnis bei. Und so hält man dann trotz Facebook- und WhatsApp-Gruppe spätestens am Flughafen nach anderen Marco Polo - Kofferanhängern Ausschau, um sich schon in Deutschland ein Bild von den Mitreisenden machen zu können.

Ich lehne mich zurück und entspanne mich. In Hannover wird Laura zu steigen und in Frankfurt treffen wir dann Julia. Beide Mädels waren schon in Südafrika dabei und zu dritt sind wir nicht mehr allein. Mit den anderen Mitreisenden der Facebook-Gruppe haben wir uns beim Starbucks verabredet. Nach dem Check-In, dem Abklappern der drei Starbucks und dem Essen beim McDonalds haben sich dann schließlich gut zwei Drittel der Reisegruppe beim Boarding im Terminal B zusammen gefunden. Der erste Eindruck ist gut, wieder eine nette Gruppe, vom Alter her gemischt von Anfang zwanzig bis Mitte dreißig, zwei Drittel abenteuerlustige Frauen und einige Pärchen, die aber Lust auf Gruppe haben.

Leider mischt sich ein weiteres mulmiges Gefühl mit ein. Am Tag zuvor verunglückte ein Airbus der Germanwings auf dem Flug von Barcelona nach Düsseldorf. Über Unfallursachen wird in den Medien nur spekuliert, es wird nicht davon ausgegangen, noch Überlebende bergen zu können. Man beruhigt sich angesichts der bevorstehenden Reise (und eigentlich wie immer) damit, dass das Flugzeug nach wie vor zu den sichersten Verkehrsmitteln gehört.

Der erste Teil des insgesamt 15-stündigen Fluges vergeht Dank des im Vorfeld vergünstig erworbenen Condor-Entertainment-Paketes, zahlreichen Snacks und Getränken und angenehm ruhigen Sitznachbarn recht schnell. Bei dem ca. 2-stündigen Zwischenstopp auf der Dominikanischen Republik setzt dann allerdings die Müdigkeit ein und die Aussicht, in drei Stunden fit genug zu sein für das große Aufeinandertreffen mit Guide und allen Mitreisenden sowie für die angekündigte Wanderung zum Vulkan Poás erscheint recht unwahrscheinlich.

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