Freitag, 3. April 2015

10.Tag | Über Hängebrücken durch den Regenwald

Heute verlassen wir die karibische Seite Costa Ricas und gelangen auf die pazifische Hälfte. Die eigentlich recht kurze Etappe wird es aber in sich haben...

Zunächst wandern wir vormittags durch dichte Wälder und über Lavafelder zu einem Aussichtspunkt auf den Arenal. Natürlich gibt es auch hier wieder Natur pur: eine grüne Viper und gelbe Viper, viele Orchideen, fleißige Blattschneideameisen, Mimosen, eine riesiger Kapokbaum, Ficus u.v.m.




Mittags wandern wir dann über Hängebrücken durch den Regenwald. Auf Längen von bis zu 100m überspannen sie den Dschungel und bieten immer wieder einen tollen Ausblick auf den Vulkan Arenal. Einigen wackeln die Knie nicht nur wegen der schaukelnden Konstruktion. Doch schon bald sind auch die letzten begeistert, schließlich sieht man nicht jeden Tag den Regenwald von oben.



Die weitere Busfahrt führt uns um den Arenal-See herum und bietet einen tollen letzten Ausblick auf den Vulkan. Unterwegs machen wir einen Snack-Stopp bei einem deutschen Bäcker, vorbei geht es auch an einem Schweizer Dorf. Hier zeigt sich, dass sich doch einige Auswanderer in Costa Rica eine Existenz aufgebaut haben. Die Fahrt führt uns weiter von Tileran nach St. Elena im Monteverde-Gebiet. Für diese Strecke von nur ca. 50 Kilometer benötigen wir jedoch mehrere Stunden. Denn nur Naturstraßen führen an den Hängen eines Gebirgszuges in das Biologische Reservat Monteverde. Ein Großteil des heutigen Reservats wurde ursprünglich von einer Gruppe von US-amerikanischen Quäkern erworben, die dort 1951 eingewandert waren. Sie wollten sich hier niederlassen, um so eine Teilnahme am Koreakrieg zu vermeiden, da sie gemäß ihren Glaubensgrundsätzen jeden Kriegsdienst ablehnen.






Mit Einbruch der Dunkelheit erreichen wir dann unsere Unterkunft Hotel Heliconia und sind überrascht von dem krassen Temperaturumschwung - aber unser Bus hat sich auch auf 1200 Höhenmeter hinaufgekämpft (und dabei einen Kupplungsschaden erlitten, sodass er ausgetauscht werden muss) und nun darf sich bei windigen 15°C auch die lange Kleidung bewähren. Das Pizza-Essen in einem Italienischen Restaurant am Abend, war zwar wegen anfänglicher Kerzenscheinromantik (im ganzen Ort war Stromausfall) ein Erlebnis, allerdings sonst kein Vergnügen für mich, denn die sich bei einigen ankündigende Durchfallerei schlägt nun auch bei mir zu...

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