Donnerstag, 2. April 2015

9.Tag | Farbenspiel im Vulkan-Tenorio-Nationalpark

 
Der heutige Tag verspricht uns laut Reiseprogramm ein "Farbenspiel im Vulkan-Tenorio-Nationalpark". Auf dem Weg dorthin haben wir zunächst wieder tolle Aussichten auf die Bergkette mit dem Vulkan Arenal.

Wir machen einen kurzen Fotostopp am "Arbol de la paz" ("Friedensbaum") - ein Kapokbaum, der 1989 zum Baum des Jahres gewählt wurde. Kapokbäume gehören zur Gattung der Ceiba und können bis zu 75m hoch und mehrere hundert Jahre alt werden kann. Die Früchte liefern Kapokfasern, die ohne weitere Behandlung als Füllmaterial für Rettungsringe und Schwimmwesten oder als Polster- und Isoliermaterial genutzt werden können. Durch den Tenorio-Nationalpark machen wir eine Wanderung die uns später entlang des Rio Celeste führt, der sich türkis leuchtend durch die sattgrüne Landschaft windet. Einer Sage nach ist der Rio Celeste entstanden als Gott, nachdem er den Himmel gestrichen hat, die Pinsel im Rio Celeste ausgewaschen hat... An den sogenannten „Tenidores“ kann man sehen, wie sich in einer chemischen Reaktion durch den Zusammenfluss zweier farbloser Flüsse (Buenavista River und Sour River) die türkisblaue Farbe bildet.

Im Wald gibt es wieder viele interessante Tiere und Pflanzen zu entdecken und wir passieren dampfende Fumarolen (vulkanische Dampfaustrittsstelle) und warme Quellen und am Ende erreichen wir den imposanten Wasserfall des Rio Celeste.



 
 

Mittags kehren wir in einem traditionellen Lokal ein. Auf dem Rückweg sehen wir die Spitze des Arenal dann wieder in Wolken gehüllt. In La Fortuna machen wir noch einen kurzen Stopp, um unsere Kleidung wieder abzuholen, die wir morgens in die Wäscherei gebracht haben. Außerdem ist endlich einmal Zeit, einen Supermarkt zu erkunden und sich mit diversen landestypischen Leckereien einzudecken. Damit findet dann anschließend auf der Terrasse ein kleines Snack-Buffet statt, bei dem auch die einige Tage vorher gekauften Südfrüchte aufgebraucht werden. Hier zeigt sich aber, man muss nicht alles essen, was vom Baum fällt und sich Südfrucht nennt. Das Fruchtmark der Guana Bana haben wir dem Geschmack und der Konsistenz entsprechend "Schlotze" getauft - auf Spanisch hat es, so erzählt uns ein Hotelangestellter - auch die Bedeutung wie Blow Job.

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